Du brauchst für diese Anleitung keine Zeile HTML. Du brauchst einen PageWeave-Zugang, einen Agenten mit MCP-Unterstützung und einen klaren Brief.
Am Ende hast du eine veröffentlichte Startseite auf einer PageWeave-Subdomain – und einen Ablauf, den du für jede weitere Seite wiederholen kannst.
Hinweis: PageWeave ist zugangsbeschränkt. Wenn du noch keinen Zugang hast, stelle eine Anfrage über Frühzugang. Die Academy bleibt auch ohne Zugang lesbar; die praktischen Schritte brauchen ihn.
Was du brauchst
- Einen PageWeave-Account.
- Einen MCP-fähigen Agenten: OpenCode, Claude Code, Codex, Cursor oder vergleichbar.
- Einen Text für die Startseite: Angebot, Zielgruppe, ein Satz zum Nutzen.
- Optional: ein Logo und ein Bild.
Schritt 1 — Website anlegen
Im PageWeave-Dashboard erstellst du eine Website. Für den Anfang reicht eine Subdomain, zum Beispiel mein-projekt. Du kannst später eine eigene Domain verbinden.
Wichtig für den Start:
- Sprache auf Deutsch setzen.
- Indexierbar zunächst ausschalten. Du willst testen, nicht gefunden werden.
- Die Live-URL und die Dev-URL notieren. Die Dev-Umgebung zeigt Änderungen sofort; die Live-Umgebung erst nach dem Veröffentlichen.
Wenn dein Agent bereits verbunden ist, kann er die Website auch selbst anlegen:
Lege eine neue PageWeave-Website mit der Subdomain "mein-projekt" an.
Sprache: de. Indexierbar: false.
Schritt 2 — Agent verbinden
Der PageWeave-MCP-Server läuft unter:
https://pageweave.dev/mcp
Trage die URL in deinem MCP-Client ein und bestätige die Anmeldung im Browser. Du autorisierst den Client für dein Konto; ein Passwort wird nicht in der Konfiguration gespeichert.
Nach dem Verbinden solltest du die PageWeave-Werkzeuge sehen. Ein guter erster Test:
Liste meine PageWeave-Websites auf.
Wenn die Liste kommt, ist die Verbindung da. Wenn nicht, prüfe:
- Ist die URL exakt
https://pageweave.dev/mcp? - Hast du die OAuth-Anfrage im Browser abgeschlossen?
- Hat der Client Netzwerkzugriff?
- Ist die Website für deinen Account sichtbar?
Achtung: Ein MCP-Server ist kein Freifahrtschein. Der Agent handelt mit deinen Rechten. Gib ihm nur Zugriff auf die Websites, an denen er arbeiten soll.
Schritt 3 — Den Brief schreiben
Ein guter Brief ist kürzer, als du denkst. Er beantwortet fünf Fragen:
- Was wird gebaut?
- Für wen?
- Welche Struktur?
- Welche Inhalte?
- Welche Grenzen?
Beispiel:
Baue die Startseite für "Malwerk", ein Atelier für Wandgestaltung in Graz.
Ziel: Anfragen für Wandbilder in Büros und Praxen.
Zielgruppe: Innenarchitektur, Praxisinhaber, Büroleiter.
Struktur:
1. Hero mit Angebot und CTA
2. Drei Referenzen
3. Ablauf in drei Schritten
4. Über die Künstlerin
5. Kontakt-CTA
6. Footer
Inhalte: nutze den Text in /inhalte/startseite.md. Erfinde nichts.
Stil: ruhig, warm, viel Weißraum. Keine Stockfotos.
Grenzen: keine Preise nennen, keine Kundenlogos ohne Freigabe.
Lege den Text als Datei ab. Der Agent liest sie, statt ihn aus dem Chat zu rekonstruieren.
Schritt 4 — Section für Section bauen
Lass den Agenten nicht die ganze Seite auf einmal schreiben. Ein besserer Ablauf:
- Struktur bestätigen. Der Agent fasst Sections und Inhalte zusammen. Du sagst ja oder korrigierst.
- Header und Footer als Komponenten.
- Hero bauen, Vorschau ansehen.
- Jede weitere Section einzeln.
- Inhalte einsetzen, Platzhalter entfernen.
- Metadaten setzen.
Nach jeder Section: Vorschau bei 375, 768 und 1440 px. Das klingt langsam. Es ist schneller, als acht Sections gleichzeitig zu korrigieren.
Tipp: Frage den Agenten nach jeder Section: „Was hast du entschieden, das nicht im Brief stand?“ Die Antwort zeigt dir die stillen Annahmen.
Schritt 5 — Prüfen
Vor dem Veröffentlichen:
- Alle Texte sind echt, keine Platzhalter.
- Links funktionieren.
- Bilder haben Alt-Text.
- Die Seite funktioniert bei 375 px ohne horizontalen Scroll.
- Tastatur: alles erreichbar, Fokus sichtbar.
- Titel und Beschreibung sind gesetzt.
- Impressum und Datenschutz sind verlinkt.
- Formulare sind getestet.
Die ausführliche Version steht in Responsive QA: 375, 768, 1440.
Schritt 6 — Veröffentlichen
PageWeave trennt Entwurf, Vorschau und Live. Eine Änderung ist nicht automatisch live.
- Prüfe die Seite in der Dev-Umgebung.
- Veröffentliche die Seite.
- Prüfe die Live-URL in einem privaten Fenster.
- Setze
indexierbarerst, wenn die Seite wirklich fertig ist.
Wenn du eine eigene Domain willst, verbinde sie später. Für den ersten Durchlauf reicht die Subdomain.
Was du nicht brauchst
- Kein Theme-Setup, wenn du mit einer einfachen Seite startest.
- Keine Datenbank, keine Tabellen, keine Formulare – solange der Inhalt statisch ist.
- Keine englische Version, bevor die deutsche steht.
- Keine Analytics, bevor du weißt, was du messen willst.
Checkpoint: Eine Seite mit sechs Sections, echten Texten und einer funktionierenden Live-URL ist mehr wert als zehn angefangene Seiten.
Häufige Fehler
| Fehler | Folge | Fix |
|---|---|---|
| Zu großer Brief | Agent erfindet Details | Fünf Fragen, eine Seite |
| Alles auf einmal | Fehler multiplizieren sich | Section für Section |
| Keine echten Texte | Layout bricht | Inhalte vorher schreiben |
| Sofort indexieren | Unfertige Seite in Suche | indexierbar erst am Ende |
| Keine Vorschau | Live-Seite ist der Test | Dev-Umgebung nutzen |